Container ade - Bibliothek zieht Ende September ins Ärztehaus am Knopfweg 1

12.09.2012

„Die gut 30 000 Bücher packt die Spedition, wir packen die Kisten im Büro“,  sagt Nicole Gnörich, Leiterin der Bibliothek an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Während der Studienbetrieb im September langsam wieder los geht, ist dieser Monat für die Bibliotheksmitarbeiter an der DHBW Mosbach sicher einer der anstrengendsten: „Bis zum 30. September müssen die Bachelor-Absolventen ihre ausgeliehenen Bücher und übrigen Medien zurückgeben. Da kommen dann oft viele auf einmal und können über ihre Packen von  Büchern kaum noch drübergucken.“ Gleichzeitig steht noch eine Inventur an. Und „fast nebenbei“, mit erstaunlicher Gelassenheit, bereitet sich das Team auf den Umzug der Bibliothek in das neue Ärztehaus am Knopfweg 1 vor, der für den 17. September 2012 vorgesehen ist. Dort wird auf zwei Etagen eine funkelnagelneue, moderne Bibliothek eingerichtet, „richtig chic mit Aluminium-Regalen in unseren Corporate Design-Farben, hell- und dunkelgrau mit roter und weißer Blende“, sagt Anita Dinyer-Selariu.

Achtung: Vom 17. bis 29. September ist die Bibliothek wegen des Umzugs aus den provisorischen Containern am Lohrtalweg 10 ins Ärztehaus geschlossen! Die Bacheloranden können ihre ausgeliehenen Bücher vom 17.09. bis zum 19.09. in den Sekretariaten abgeben. Am 21./22.09. sowie vom 25.09 bis zum 28.09.2012 ist die alte Bibliothek im Container jeweils von 9 bis 14 Uhr nur für die Abgabe der Bücher geöffnet. Voraussichtlich ab dem 1. Oktober kann man die Bücher direkt in den neuen Räumen im Knopfweg 1 abgeben und natürlich auch ausleihen.

Dort erleichtert ein Bücherlift das Schleppen der gewichtigen Publikationen von der einen in die andere Ebene. Zudem ist die neue Bibliothek im Gegensatz zum alten Domizil barrierefrei.

Durch sechs statt fünf Einlegeböden bieten die Regale mehr Platz für Bücher.  Die alte Ordnung wird in den provisorischen Containern gelassen. „Nach dem Umzug stellen wir alles auf die „Regenburger Systematik“ um“, sagt Anita Dinyer-Selariu. „eine Systematik, die schon bundesweit von den meisten Bibliotheken genutzt wird“. Das hat den Vorteil, dass sich die Studierenden an den drei Campus Mosbach, Heilbronn und Bad Mergentheim schnell zurechtfinden, auch wenn sie noch nie in der einen oder anderen Campus-Bibliothek gewesen sind.

Neu eingeführt wird auch ein automatisches Verbuchungssystem. Das beschleunigt die Ausleihe und schützt, quasi als Nebeneffekt, auch vor Diebstahl. Dazu werden alle Bücher mit der RFID, also der Radio Frequency Identification, einem kleinen, fast unsichtbarem elektronischem Chip, versehen. Ohne Registrierung kommt man nicht lautlos an den Ausgangssensoren vorbei. Aber: „Geklaut wurde bei uns bisher sowieso kaum etwas", sagt Anita Dinyer-Selariu.   

Es mag verwundern: Die „digital natives“, also all jene, die mit digitalen Medien und Möglichkeiten aufgewachsen sind, neigen noch immer dazu, lieber handfeste Bücher zu lesen anstatt sie als eBooks herunterzuladen. Tendenz steigend: 2010 wurden 70 000 „physische Einheiten“ (Fachsprache) an allen drei Campus der DHBW Mosbach ausgeliehen, 2011 sage und schreibe 107000. Online sind vor allem Fachzeitschriften gefragt, dort verzeichnete man 2010 genau 2297 Zugriffe, 2011 schon 3332 Zugriffe. Insgesamt stehen 9840 digitale Medien für die DHBW Mosbach zur Verfügung.

Nicole Gnörich ist begeistert, dass die Studierenden sogar von zu Hause aus über eine spezielle DHBW-Internetverbindung, den so genannten VPN-Tunnel,  bequem an wissenschaftliche Literatur kommen. Der Online-Katalog, jede Menge zielgruppengerechte Datenbanken und „milibib“, ein eBook-Portal als Ergänzung zum Printbestand, bieten vielfältige Recherchemöglichkeiten. „Bücher, die wir nicht haben, kann man ganz einfach über die Fernleihe bestellen - online natürlich!“, sagt Gnörich. Sie empfiehlt, einfach mal auf der Website der DHBW-Mosbach, http://www.dhbw-mosbach.de/campus-mosbach/einrichtungen/bibliothek.html, zu stöbern.

Die Ausleihe ist nicht nur für Studierende der DHBW Mosbach möglich, sondern auch für Studierende anderer Hochschulen und externe Kunden. Die Leihfrist beträgt in der Regel zwei Wochen, sie kann aber bis zu zehn Mal verlängert werden. Für die Studienanfänger gibt es im Oktober sowie im Dezember eine kurze Einführung. Will man eine ausführliche Schulung für die gezielte Nutzung der Datenbanken, so kann man über das Sekretariat einen Termin für die Interessenten eines Kurses mit der Bibliothek festlegen.

Im Neubau wird es viel mehr Lese- und Arbeitsplätze, Schulungsräume sowie eine gemütliche Leseecke mit aktuellen Tageszeitungen und Zeitschriften geben. Zur Zeitungslektüre kann man sich auch einen Kaffee gönnen, denn über eine Theke ist die Bibliothek mit der Cafeteria direkt an der, ebenfalls neuen, Mensa verbunden. Bezahlt wird mit der neuen CampusCard, die man auch zur Ausleihe der Bücher benötigt.